Aktuelles aus der Kirchengemeinde Westgartshausen

Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. (1Kön 19,7)

Liebe Schwestern und Brüder,

 

der Monatsspruch für Juli 2020 kam mir dieses Jahr sehr passend vor. Und er macht mir Mut! Er erzählt vom Propheten Elia, der sich in die Wüste zurückgezogen hat, weil er um sein Leben fürchtet – er ist quasi auf Abstand gegangen. Auf Abstand von allen seinen Freunden und Nachbarn, von vielen, die ihm gefehlt haben – um sie und sich selbst zu schützten. Alles lastet schwer auf ihm – er will sogar sterben.


In den letzten Monaten ging es wohl vielen so, dass wir zu Menschen, die uns wichtig sind, auf Abstand gehen mussten. Und bis heute – auch wenn sich die Kontaktbeschränkungen langsam lockern – ist es so, dass gerade das Abstandsgebot uns weiterhin, und wohl noch lange, begleiten wird. Denn der Corona-Virus ist ja nicht einfach weg. „Corona“ hat unser Leben verändert und wird mit allen Folgen, die die Krise noch nach sich zieht, wohl auch noch lange unser Leben prägen. Wir haben einen weiten Weg vor uns …
Sozial, wirtschaftlich, organisatorisch – auf verschiedenste Weise hat uns die letzte Zeit gefordert und tut es noch. In Manchem hat sie uns aber auch entschleunigt. Weniger Termine und Ortswechsel, für so Manchen mehr Zeit zur Ruhe zu kommen und Anlass sich Gedanken über das Leben und das Wesentliche zu machen.


Elia ist in seiner „Abstand-Zeit“ auch zur Ruhe gekommen – er hat vor allem geschlafen. Gott hat ihn dabei versorgt: Ein Engel hat ihm zum Essen und Trinken geweckt, ihn weiterschlafen und neue Kraft finden lassen für den Weg, der vor ihm liegt.


Ich bin froh, dass Gott nicht auf Abstand geht – egal was auch kommen mag. Sondern dass er vielmehr immer wieder Wege zu uns sucht – so wie er es uns in Jesus Christus ganz deutlich gemacht hat. Ich bin froh, dass er uns nicht einfach liegen lässt, aber wir uns auch nochmal umdrehen und weiterschlafen können, wenn wir die Zeit brauchen. Es ist so gut, dass Gott uns und unseren Weg kennt, uns hilft ihn zu finden und zu gehen, dass wir darauf vertrauen können, dass er uns nicht alleine lässt!


Damals bei Elia, heute und alle Zeit!


Steh auf und iss! – Er will dich aufrichten und stärken für deinen Lebensweg.

Ihre Pfarrerin Inga Keller

Kurzgottesdienste

Wir sind froh, dass wir seit Mitte Mai wieder gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen, auch wenn es noch einige Einschränkungen zu beachten gilt, um eine zweite Welle zu vermeiden:


Abstand halten ist das Gebot der Stunde.
In der Kirche sind es zwei Meter. Das bedeutet, dass wir nicht auf unseren „Stammplätzen“ sitzen können, da wir immer zwei Reihen freilassen und in der Reihe Abstände wahren müssen. Aber man muss keine Sorge haben, dass man sich nicht zurechtfindet. Die möglichen Sitzplätze sind durch farbige Psalm-Blätter markiert und manche/r findet vielleicht auch einen neuen Stammplatz. Wir haben auch bisher immer für alle einen Platz gefunden, obwohl die Abstandregelung die Anzahl der Plätze begrenzt. So gibt es 38 Einzelplätze in der Liebfrauenkirche und 18 in der Mauritiuskirche. Das klingt wenig, aber da alle, die zusammenwohnen, auch ohne Abstand zusammensitzen können, erhöht sich die Zahl, die in den Kirchen Platz finden. Um Sie gegebenenfalls informieren zu können, bitten wir Sie um Unterstützung bei der Dokumentation des Gottesdienstbesuchs. Die Daten werden verschlossen aufbewahrt und nach 20 Tagen zerstört.


Mundschutz & Desinfektion:
Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist im Gottesdienst empfohlen – bei der Unterschreitung des Mindestabstands (z.B. auf dem Weg zum Sitzplatz) sowie beim gemeinsamen Sprechen und Singen ist es verpflichtend. Für diejenigen, die keinen Mundschutz dabeihaben, liegen am Eingang welche aus, wo auch Handdesinfektionsmittel bereitsteht.

 

Gesang und musikalische Begleitung:
Seit dem 4. Juli ist es wieder erlaubt als Gemeinde gemeinsam zu singen – allerdings nur
mit Mundschutz. Im Zuge dessen kam allerdings die Vorgabe, dass die Gemeinde beim Sprechen
auch Mundschutz tragen muss. Weiterhin ist es möglich, dass einzelne Personen ohne Mundschutz singen oder musizieren, die einen großen Abstand (3m bzw. 5m bei Blasinstrumenten) zur Gemeinde einhalten. An dieser Stelle möchte ich mich auch bedanken: VIELEN DANK, ALLEN DIE SICH IN DEN LETZTEN WOCHEN DABEI ENGAGIERT HABEN!
Wer gerne auch einmal (oder öfters) mitsingen möchte, melde sich im Pfarramt (Tel. 41193, inga.keller@elkw.de). Man muss dazu kein/e Profisänger/in sein, nur sich trauen von vorne mitzusingen. Auch wer lieber spielt als singt und mit seinem Instrument einen Gottesdienst mitgestalten würde, melde sich bitte. Es kann ein einzelnes Vortragsstück oder die Melodiebegleitung von einem Kirchenlied sein. Es ist einfach schön, wenn wir verschiedene Formen und Personen im Gottesdienst erleben, die unseren Gottesdienst lebendig machen und zum Klingen bringen.

Kasualien:
Da wieder Gottesdienste stattfinden können, können auch wieder TAUFEN, TRAUUNGEN und die noch ausstehenden KONFIRMATIONEN stattfinden. Allerdings gelten auch für diese Gottesdienste die oben aufgeführten Bestimmungen. Aufgrund dessen werden Taufen – wie Trauungen – nun meist in extra Gottesdiensten gefeiert und die Konfirmanden aus Westgartshausen in zwei Gruppen aufgeteilt. Für BEERDIGUNGEN gilt auf dem Friedhof – wie für alle Gottesdienste unter freiem Himmel – die verpflichtende Einhaltung des Mindestabstandes, dafür sonst aber keine weitere Personenzahlbegrenzung. Eine Trauerfeier in der Kirche ist möglich, eben zu den beschriebenen Gottesdienst-Bestimmungen.

Abendmahl:
Abendmahl werden wir vorerst in der Gemeinde nicht feiern. Die Infektionsgefahr ist hier zu groß. Die Möglichkeit des Kranken- und Hausabendmahls bleibt als Ausnahme gegeben. Wenden Sie sich diesbezüglich ans Pfarramt (Tel. 41193).

Informationen angesichts der aktuellen Lage

Die Aktualität der Informationen kann sich derzeit sehr schnell ändern!
Immer aktuelle Informationen zur kirchlichen Lage finden sie auf der
Homepage der Landeskirche: www.elk-wue.de/corona und auf der Homepage des Kirchenbezirks: www.kirchenbezirk-crailsheim.de.
Jederzeit können Sie auch im Pfarramt nachfragen (Tel. 41193).

Wir versuchen mit den Vorgaben verantwortlich und auf gute Weise umzugehen, sind uns aber auch der bestehenden Einschränkungen und Sorgen bewusst, weshalb wir weiterhin auch auf die Gottesdienste im Rundfunk und Fernsehen verweisen und IMPULSE ZU DEN PREDIGTTEXTEN über den Briefkasten oder per Mail verteilen. Wenn Sie daran Interesse haben, geben Sie mir (inga.keller@elkw.de, Tel 41193) oder einem der Kirchengemeinderäte Bescheid.
Zudem bleiben die KIRCHEN SONNTAGS VON 10-17 UHR zum persönlichen Gebet GEÖFFNET. Auch hier liegen die Predigtgedanken aus.

Opferaufruf

Mit uns verbundene Kirchen haben bereits nach Unterstützung nachgefragt, wie etwa die Evangelische Kirche in Italien, die Kirche in Österreich, die Kirche in Ungarn und Kirchen in Griechenland.


Für jedes Opfer sind wir dankbar.


Bitte überweisen Sie Ihre Kollekte unter Angabe des Verwendungszweckes auf das Konto der Kirchengemeinde Westgartshausen:


IBAN: DE49 6225 0030 0000 0444 82
BIC: SOLADES1SHA


Wir leiten die Kollekten weiter. Ganz herzlichen Dank.

Wir sind (weiterhin) für Sie da!

Telefonseelsorge

Da wir auf Gottesdienste, Zusammenkünfte und Besuche vorerst verzichten müssen, bekommt das Telefon eine wichtige Rolle. Darum: Scheuen Sie sich nicht im Pfarramt anzurufen!

Pfarrerin Inga Keller  Tel:  07951 / 41193 oder 07951 / 8278

Rufen sie mich an – einfach so, weil Sie sich Gedanken oder Sorgen machen, Fragen haben oder zum Reden brauchen oder zum Einkaufen suchen …  
Ich bin weiterhin für Sie da!

Statt Geburtstagsbesuchen wird es nun auch Geburtstagsanrufe geben.

 

Brauchen Sie Hilfe?
Suchen Sie jemanden, der für Sie einkauft, Besorgungen erledigt oder einfach zum Reden? Brauchen Sie anderweitig Unterstützung?
Oder wissen Sie von anderen, die Unterstützung brauchen?
Rufen Sie an, bei Pfarrerin Keller im Pfarramt unter Tel. 41193.
Es gibt viele Leute, die gerne helfen.

 

Das können wir alle tun: Beten!
Ich höre zurzeit bewusster die Kirchenglocken – sie läuten jeden Tag, morgens, mittags und abends, und weiterhin auch sonntags zur Gottesdienstzeit. Seit jeher rufen sie zum Gebet. Ich möchte mich wieder öfter rufen lassen, den Alltag zum Gebet unterbrechen – es muss ja nicht lang sein. Vielleicht ein Vaterunser, Psalm 23 oder einfach so:

 

Danke, mein Gott, dass du bei mir bist.
Wir brauchen dich – gerade in dieser ungewissen Zeit.
Schenke Kraft und Zuversicht.
Stärke und behüte die, die besonders gefährdet sind,
und die, die uns helfen, durch diese Krise zu kommen.
Sei da, sei uns nahe, Herr. Amen.