• Meldungen aus der Landeskirche

  • 09.04.20 | Ostern: Kreativität trotzt Corona

    Mit Karfreitag und Ostern stehen die höchsten christlichen Feste unmittelbar bevor. Und obwohl wegen der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen in diesem Jahr keine Gemeindegottesdienste stattfinden können, haben sich viele Gemeinden kreative Alternativen einfallen lassen - völlig im Einklang mit allen Pandemie-Vorsichtsregeln.

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  • 08.04.20 | Landesbischof July betet mit

    Der württembergische Landesbischof July hat sich am Mittwoch mit einer Videobotschaft an der Initiative „Deutschland betet gemeinsam“ beteiligt. Schirmherr der Aktion ist der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

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  • 08.04.20 | Ostergruß der Synodenpräsidentin

    Synodenpräsidentin Sabine Foth wendet sich mit einem Ostergruß an die Mitglieder der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie verweist darin auf die besonderen, Corona-bedingten Schwierigkeiten der Gemeinden in der Kar- und Osterzeit. Gleichzeitig lobt sie den kreativen Einsatz der Gemeinden, um dennoch Glaube leben zu können.

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Nie bereut Schuldekan zu werden

Foto: Bruno Münch

Hans-Jürgen Nonnenmann wird in den Ruhestand verabschiedet 

Crailsheim. Am Sonntag, 22. März, sollte der evangelische Schuldekan Hans-Jürgen Nonnenmann in Blaufelden öffentlich in den Ruhestand verabschiedet werden. Die Veranstaltung wurde abgesagt. Eine feierliche Verabschiedung soll später erfolgen, „das Fest wird nachgeholt“ betont Dekanin Friederike Wagner.

Blaufelden war als Abschiedsort gewählt worden, weil es in der Mitte der drei Kirchenbezirke liegt, für die Schuldekan Nonnenmann für die zuständig war: Crailsheim, Blaufelden und Weikersheim. Dienstsitz des Schuldekans ist in Crailsheim bei der Johanneskirche.

Vorgesehen war von Nonnenmann, über seinen Abschiedstag den Lehrtext aus Kolosser 2,3 zu stellen: „In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ Er dankt „dem Dreieinigen Gott, dass er mir so viele wunderbare Mitchristen, Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Freundinnen in der religionspädagogischen Arbeit und auch darüber hinaus geschenkt hat.“ Nonnenmann hofft auf weiteres Verbundensein auch in seinem Ruhestand.

Er habe „nie bereut, Schuldekan geworden zu sein“, kann Hans-Jürgen Nonnenmann nach fast 20 Jahren in diesem Amt feststellen. Ein Schuldekan ist Beauftragter der Evangelischen Landeskirche für den Religionsunterricht und für Fragen der christlichen Erziehung.

Dass der christliche Glaube dem modernen Menschen viel geben kann, wollte der Schuldekan deutlich machen. Dabei hätten ihm auch die Gespräche und Begegnungen mit den Pädagogen viel gegeben, egal ob von staatlicher oder von kirchliche Seite. Der Schuldekan beaufsichtigt die inhaltliche Gestaltung des Religionsunterrichts.

Vor seinem Auftrag als Schuldekan war Nonnenmann 20 Jahre lang Gemeindepfarrer. Im Gemeindepfarramt habe er viele verschiedene Arbeitsfelder erlebt, im Schuldekanat dagegen die Konzentration auf ein Arbeitsfeld: die Religionspädagogik mit all ihren Schattierungen. Diesem Arbeitsfeld durfte er sich intensiver widmen.

Wichtig war es dem ausscheidenden Schuldekan immer, den Lehrkräften auch seelsorgerlicher Wegbegleiter zu sein. Als Ansprechpartner für viele Problemlagen habe er gerne und bereitwillig zur Verfügung gestanden.

Nonnenmann, der mit der Pfarrerin Ursula Arend-Nonnenmann verheiratet ist, hat auch erfahren, was es bedeutet, Kirche zu leiten. Dankbar ist er, dass ihm dieser größere Überblick gewährt wurde.

„Beziehungsarbeit ist für mich der halbe Religionsunterricht“, so kann der Schuldekan feststellen. So war er selbst immer bemüht, ein gutes Miteinander zu leben, das auch vom christlichen Glauben geprägt wird. E wollte an die Lehrkräfte weitergeben, dass diese ein gutes Miteinander mit den Schülerinnen und Schülern leben sollten.

Nonnenmann war es ein Anliegen, die Lehrkräfte so zu begleiten, dass sie sich jeweils den neuen Gegebenheiten stellen können. Das gilt für den Wechsel in der Schullandschaft genauso wie bei den verschiedenen Bildungsplänen, die er erlebt hat. Beispielsweise Fortbildungen, die der Schuldekan zusammen mit Studienleiter oder Studienleiterin angeboten hat, konnten hier helfen. Nonnenmann dankt Studienleiterin Anke Brosi ebenso wie ihrem Vorgänger Hermann Wagner und Ute Hörner im Sekretariat des Schuldekanats.

Im Ruhestand freut sich der aus dem Amt scheidende Theologe auf mehr Bewegung wie beim Fahrradfahren oder bei Wanderungen – in den letzten Jahren habe er 90 Prozent seiner Arbeit im Sitzen absolviert. Gerne will er mit der Bahn mehr „unser schönes Land erfahren“. Natürlich sollen auch die mittlerweile acht Enkelkinder mehr von ihrem Opa haben, und das Chörle in Goldbach wird weiterhin von ihm geleitet.

Neue Schuldekanin für Crailsheim, Blaufelden, Weikersheim

Charlotte Altenmüller wird Schuldekanin für Crailsheim, Blaufelden und Weikersheim

Sie wird ihren Dienst am 1. April 2020 antreten. Die Investitur wird am 26. April 2020 in Weikersheim sein, der Dienstsitz ist Crailsheim.

 

Charlotte Altenmüller folgt auf Schuldekan Hans-Jürgen Nonnenmann, der Ende März in den Ruhestand geht. Im Religionsunterricht geht es nicht nur um die Vermittlung von Kenntnissen und das Verstehen des christentums, betont die 58-jährige gebürtige Ludwigsburgerin: Wichtig sei auch, einen Beitrag zur ethischen Orientierung der Kinder und Jugendlichen zu leisten und ihre Verständigungsfähigkeit zu fördern. Dies werde zunehmend bedeutsam für ein friedvolles Miteinander, ist Charlotte Altenmüller überzeugt.

Bislang arbeitete die Pfarrerin als Dozentin am Pädagogisch-theologischen Zentrum (PTZ) in Stuttgart und ist dort zuständig für die Ausbildung im Vikariat sowie die berufsbegleitende Ausbildung im Pfarrdienst.

Zuvor war sie Gemeindepfarrerin in Großaspach (Dekanat Backnang).

Charlotte Altenmüller ist verheiratet mit Uwe Altenmüller, der seit 2013 Dekan in Gaildorf ist. Das Theologen-Paar hat zwei Töchter und einen Sohn im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. In ihrer Freizeit ist die künftige Schuldekanin häufig mit dem Fahrrad unterwegs; außerdem interessiert sie sich für Kleinkunst, Theater und Ballett. Außerdem liest sie gerne.