Reformationsweg in Crailsheim

Der Crailsheimer Reformationsweg ist ein Rundweg in der Innenstadt. Er fördert die touristische Attraktivität und verbindet reformatorisches Grundwissen mit lokalen Begebenheiten. Das Projekt wird getragen von der Stadt Crailsheim, der evangelischen und katholischen Kirche. Es ist spendenfinanziert. Broschüren dazu auf dem Rathaus 

Verantwortlich ist die Arbeitsgruppe Lutherdekade.

 

 

 

Der Reformationsweg in Crailsheim ist bequem in 50 bis 60 Minuten zu gehen. Rollstuhl- und kinderwagengerecht. Start und Ziel ist in der Innenstadt mit verschiedenen Einkehrmöglichkeiten.

 

 

SWR 1, Sonntag, 02.08.2015, 9:20 Uhr

Begegnungen

Interview von Rundfunkpfarrer Wolf-Dieter Steinmann mit Stadtarchivar Folker Förtsch Crailsheim zum Reformationsweg Crailsheim

 

Teil 2

Crailsheim ist Europäische Reformationsstadt

mehr dazu hier...

Europäischer Stationenweg

mehr Informationen hier...

 

 

 

Kontakt:

Ev. Dekanatamt

Dr. Wifried Dalferth

Kirchpatz 5

74564 Crailsheim

Tel. 07951 9470-10
Fax 07951 9470-16
Email: Dekanatamt.Crailsheim(at)elkw.de

 

Kath. Pfarramt St. Bonifatius

Pfarrer Franz-Josef Konarkowski und

Diakon Werner Branke

Beuerlbacher Straße 39

74564 Crailsheim
Telefon 07951 / 54 74
Telefax 07951 / 46 75 33
E-Mail: StBonifatius.Crailsheim(at)drs.de

 

Stadt Crailsheim

Stadtarchivar Folker Förtsch

Schloßplatz 1

74564 Crailsheim

Tel. 07951 2799059

Email: Folker.Foertsch(at)crailsheim.de

Reformationsjubiläum in Württemberg

Der Grundlagentext des Rates der EKD "Rechtfertigung und Freiheit" 500 Jahre Reformation 2017.

Als Download zur Verfügung unter:

www.ekd.de/EKD-Texte/2014_rechtfertigung_und_freiheit.html

Wappen in der Schlosskirche Wittenberg

Martin Brecht - Buchbesprechung

Immer näher rückt das Reformationsjubiläum 2017. Das zu besprechende Büchlein widmet sich einem der Protagonisten der Reformation auf dem Land in unserer Region, nämlich dem Crailsheimer Adam Weiß (*um 1490, +1534). Crailsheim gehörte als Landstadt zu Brandenburg-Ansbach. Adam Weiß wurde dort als Sohn eines Bürgermeisters geboren.

Nach Studium in Basel und Mainz wurde er Professor an der Mainzer Hochschule, ehe er 1521 die Pfarrstelle an der Johanneskirche seiner Heimatstadt antrat. Auf dieser Position erlebte er entscheidende Jahre der Reformation und war für seinen Herren, den Markgrafen Georg von Brandenburg-Ansbach, an der Ausarbeitung der einflussreichen Brandenburgisch-Nürnbergischen Kirchenordnung (gedruckt 1533) beteiligt.

Der Text beruht auf einem Vortrag, den Prof. Dr. mult. Martin Brecht 2010 in Crailsheim  gehalten hat. Mit Prof. Brecht konnte ein versierter Kenner gewonnen werden, der bereits seit Jahrzehnten über das Leben von Weiß forscht. Diese Forschungen sind dadurch erschwert, dass es von Weiß weder gedruckte Schriften noch Predigten gibt und auch nicht allzu viele Briefe überliefert sind. Brecht zieht deshalb eine andere Quellengruppe heran: den Bücherbesitz von Weiß, der sich in der Crailsheimer Kapitelsbibliothek erhalten hat. In minutiöser Interpretation von Glossen aus der Feder Weiß‘ vollzieht Brecht dessen Hinwendung zu Überlegungen Luthers nach. 1526 machte Weiß mit seiner Heirat die Abkehr vom alten Glauben offenkundig.

Einzelheiten des reformatorischen Geschehens in Crailsheim sind, wie in vielen anderen Orten auch, nicht bekannt. Brecht gleicht dies durch die Einbindung des Geschehens zwischen Württemberg, Zürich und Nürnberg aus. So ist das Büchlein eine knappe und gut lesbare Einführung in diese Jahre in Franken, zu deren Anschaulichkeit zahlreiche und farbige Illustrationen beitragen. Eine Bibliographie zu Adam Weiß rundet das Büchlein ab.

Robert Meier

 

Quelle:

Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst

Band 136, 2013, Seite 367 f.