Konfirmation – die Zustimmung zum Glauben der Kirche

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Die Konfirmation dient der Befestigung des Glaubens. Der Glaube, auf den die Taufe zielt, soll im Konfirmandenunterricht vermittelt und eingeübt werden. Der Unterricht mündet in die Konfirmation. Dort soll die Zustimmung zu dem Glauben erfolgen, den die Kirche glaubt.

 

Die Anmeldung zum Unterricht erfolgt nach örtlichen Gepflogenheiten. Die können im Pfarramt nachgefragt werden. Im Jahr der Konfirmation sollte man mindestens 14 Jahre alt werden. Der Unterricht findet in der Regel mittwochs am Nachmittag statt. Vorausgesetzt wird eine regelmäßige Teilnahme an Gottesdienst und Unterricht. Auch der Religionsunterricht in der Schule sollte besucht werden.

 

Gegenwärtig beginnt der Konfirmandenunterricht zumeist nach Ostern. (In manchen Gemeinden wird ein Teil des Unterrichts bereits in der 3. Klasse durchgeführt.) Er wird mit der Konfirmation vor Ostern des Folgejahres abgeschlossen. In den kommenden Jahren verschiebt sich dieser Termin aber. Denn die Passions- und Osterzeit soll im Rahmen des Unterrichts erlebt werden. Und künftig kann der Mittwochnachmittag nur noch in der 8. Klasse freigehalten werden. Die Konfirmation wird dann auf einen Sonntag zwischen Ostern und Pfingsten verlegt.

 

Der Konfirmandenunterricht vermittelt den Sachgehalt bzw. das Grundwissen des Glaubens. Daher werden verschiedene Themen durchgesprochen: Glaube (Apostolisches Glaubensbekenntnis) und Gebet (Vaterunser), Taufe und Abendmahl (mit Beichte) sowie christliches Leben (Zehn Gebote). Zur Vertiefung wurden von der Landessynode verschiedene Memorierstücke beschlossen. Die sollen auswendig gelernt werden. Spätestens im Konfirmationsgottesdienst sollen die Konfirmanden sie der Gemeinde vortragen.

 

Der Konfirmandenunterricht übt auch ein in den Glauben. Das kann in Form eines liturgischen Rahmens zu Beginn und Ende des Unterrichts erfolgen. Das wird aber auf jeden Fall auch die Lebenswelt der Jugendlichen miteinbeziehen. Dem dient ebenfalls der Besuch eines Konfi-Camps oder die Gestaltung eines gemeinsamen Wochenendes.

 

Im Konfirmationsgottesdienst tragen die Jugendlichen grundlegende Texte des christlichen Glaubens vor. Und sie bekennen sich zum Glauben der Kirche. Am Ende werden sie als Glieder der Gemeinde eingesegnet. Und sie erhalten einen Denkspruch für ihren weiteren Lebensweg. Im Zusammenhang mit der Konfirmation findet traditionell auch ein Konfirmationsabendmahl statt. An ihm nimmt die Konfirmandengruppe erstmalig gemeinsam am Mahl des Herrn teil.

 

                         Pfr. Dr. Thomas Knöppler, Crailsheim

 

 

Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihr Pfarramt und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin. Ihr zuständiges Pfarramt in der württembergischen Landeskirche finden Sie unter Gemeindefinder.