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Prädikanten im Kirchenbezirk Crailsheim

Prädikantensprecherin:
Christiane Pappenscheller-Simon  
Friedrich-Richter-Straße 14  
74564 Crailsheim  
 
 

Mehr Informationen finden Sie unter www.praedikanten-mesner.de
 
 

Weg vom Einzelgängertum

Gruppenbild mit Pfarrerin: Karin Nelius-Böhringer (Dritte von links) bei ihrem ersten offiziellen Auftritt als Prädikantenpfarrerin mit den Prädikanten des Kirchenbezirks. Foto: Ute Schäfer
Gruppenbild mit Pfarrerin: Karin Nelius-Böhringer (Dritte von links) bei ihrem ersten offiziellen Auftritt als Prädikantenpfarrerin mit den Prädikanten des Kirchenbezirks. Foto: Ute Schäfer

Einmal im Jahr treffen sich die Prädikanten des Crailsheimer Kirchenbezirks und feiern gemeinsam Gottesdienst. In Ingersheim war am Sonntag auch die neue Prädikantenpfarrerin dabei.

"Eigentlich sind Prädikanten Einzelgänger. Aber einmal im Jahr treten sie gehäuft auf. Und das bedeutet: Es ist wieder Prädikantentag." So begrüßte Prädikantenpfarrerin Karin Nelius-Böhringer aus Tiefenbach die Gottesdienstbesucher in Ingersheim. Es war dies ihr erster öffentlicher Auftritt als Prädikantenpfarrerin, denn sie hatte die Aufgabe erst vor wenigen Monaten von Dekan Dr. Dalferth übernommen. Und so begrüßte sie auch und vor allem die Prädikanten, die den Gottesdienst gemeinsam vorbereitet hatten.

"Wir suchen uns dazu immer eine Gemeinde aus, die gerade Vakatur ist", sagt die Prädikantensprecherin Christiane Pappenscheller-Simon. "Und wir als pfarrerlose Gemeinde wissen Ihren Einsatz wirklich zu schätzen", betonte Dorothee Ehrmann vom Ingersheimer Kirchengemeinderat.

Der Prädikantengottesdienst ist immer etwas Besonderes, denn die Prädikanten feiern ihn gemeinsam - von den zehn im Kirchenbezirk konnten immerhin neun nach Ingersheim kommen. Das ergab einen sehr feierlichen Gottesdienst, bei dem die einen den Psalm, die anderen die Gebete und den Segen sprachen. Zwei Prädikantinnen machten Musik und begleiteten einen Teil der Lieder - und die Predigt war zweigeteilt. Sie beschäftigte sich vor allem mit dem Thema Trost, von dem der Korintherbrief handelt, und das in die derzeitige Passionszeit passt. Denn immerhin sei der heutige Sonntag "Laetare" genannt, das heiße "Freue Dich", erklärte Prädikantin Pappenscheller-Simon. Denn mit diesem Sonntag ist die Hälfte der Fastenzeit überschritten.

Edith Beller und Wolf Bauer betonten in der Predigt, dass bald die Mühsal der Passionszeit in das Osterfest münde. Und damit in Trost und Freude.

UTE SCHÄFER | 09.03.2016 HT
 
 

"Wir freuen uns über jeden, der sich für diesen Dienst interessiert"

Die Prädikantenpfarrerin des Kirchenbezirks Crailsheim Karin Nelius-Böhringer aus Tiefenbach, ist von der Bedeutung der Prädikanten überzeugt.
Frau Nelius-Böhringer, was sind Prädikanten?
KARIN NELIUS-BÖHRINGER: Das sind nicht ordinierte, also nicht in den Pfarrerstand aufgenommene, ehrenamtlich tätige Gemeindeglieder, die eine entsprechende Ausbildung gemacht haben. Diese befähigt sie, einen Gottesdienst zu leiten. Nach einer Weiterbildung dürfen sie auch Sakramente spenden. Die evangelische Kirche beruft sich hier auf die Bibel, die das Priestertum aller Gläubigen kennt.
Was dürfen Pfarrer, was Prädikanten nicht dürfen?
NELIUS-BÖHRINGER: Pfarrer dürfen und können aufgrund ihrer Ausbildung theologische, exegetische Predigten selber schreiben. Prädikanten bekommen dafür Hinweise und Vorlagen von Theologen der Landeskirche, die sie ihren Predigten zugrundelegen.
Bereichern die Prädikanten das kirchliche Leben?
NELIUS-BÖHRINGER: Unbedingt. Sie haben als Laien eine andere Sicht auf die Dinge. Sie übersetzen die Gedanken der Predigt in ihre Worte und Erfahrungswelt. Das ergänzt und bereichert die Arbeit der Hauptamtlichen natürlich.
Beim Prädikantentag haben Sie die Bedeutung der Prädikanten betont. Warum sind sie so wichtig?
NELIUS-BÖHRINGER: Die evangelische Kirche könnte ihre Gottesdienste flächendeckend und regelmäßig ohne die Prädikanten nicht halten. Das belegen allein die Zahlen. 2014 gab es 143 Prädikantengottesdienste im Kirchenbezirk. Im vergangenen Jahr waren es 166. Und weil immer mehr Gemeinden zusammengelegt werden und immer weniger Pfarrer da sind, werden Prädikanten sogar immer wichtiger.
Wer eignet sich zum Prädikanten?
NELIUS-BÖHRINGER: Im Prinzip jeder - aber natürlich muss er Mitglied der evangelischen Kirche sein und sich ihren Grundsätzen verpflichten. Allerdings ist der Prädikantendienst kein einfacher. Man muss den Mut haben, zu predigen und über Glaubensdinge zu reden. Das ist oftmals ganz persönlich und nicht immer leicht.
Wer Lust hat, Prädikant zu werden, was soll er tun?
NELIUS-BÖHRINGER: Er sollte im Dekanat anrufen, dort gibt es ausführliche Informationen zur Ausbildung und zur Tätigkeit. Er kann aber auch mich anrufen oder den Pfarrer in seiner Gemeinde ansprechen. Wir freuen uns über jeden, der sich für den Dienst interessiert.
Die Fragen stellte Ute Schäfer.
HT 09.03.2016

"Lizenz" für Sakramente

Prädikanten sind ehrenamtliche Laienprediger, die nach einer Ausbildung den Gottesdienst leiten und nach einer weiteren Ausbildung die Sakramente (Taufe und Abendmahl) spenden dürfen. Im Kirchenbezirk Crailsheim sind sechs Frauen und vier Männer aktiv. Sie haben den Gottesdienst in Ingersheim gestaltet: Wolf Bauer, Edith Beller, Erwin Herterich, Heike Höflinger, Ursula Hoffleit, Florian Kreiner, Heather Müller, Christiane Pappenscheller-Simon, Werner Pfeifer und Michaela Schopf.

UTS

Verdiente Prädikanten geehrt

Foto (Münch): Michaela Schopf, Heike Höflinger, Erwin Herterich
Foto (Münch): Michaela Schopf, Heike Höflinger, Erwin Herterich
Crailsheim - Reformationsstadt Europas

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