Markuskirche Unterdeufstetten 1920

Markuskirche 1920

Über uns

Zur Evangelischen Kirchengemeinde Unterdeufstetten gehören seit ihrer Gründung die Orte bzw. Ortsteile Oberdeufstetten, Buckenweiler, Matzenbach, Breitenbach und einige kleinere Weiler. Damit stimmt das heutige Einzugsgebiet der Kirche nicht ganz mit den durch die kommunale Gebietsreform festgelegten Grenzen überein. Die Entfernungen spielen mit den heutigen Verkehrs- und Kommunikationsmitteln keine große Rolle mehr. Das war noch vor hundert Jahren ganz anders.
Die Breitenbacher mussten über den Fußweg durch die Felder und den Wald vorbei am alten Kohlhaus zur Unterdeufstetter Kirche laufen, der Weg trägt deshalb noch heute den Namen „Kirchweg“.

Die Kirchengemeinde hatte Anfang 2013 ca. 600 Mitglieder.

 

Unserer Markuskirche und das Pfarrhaus stehen unter Denkmalsschutz und haben schon viel erlebt.

Unsere Kirchengemeinde besteht aus mehreren Gruppen und Kreisen, welche jedem Freien Raum für die Entfaltung und kreative Mitwirkung bietet.

Kirche

Die Ev. Kirche wurde 1905 vom Baumeister Dolmetsch erbaut und ist eine der schönsten Jugendstilkirchen des Umkreises. Bis dahin wurde die Kirche in Unterdeufstetten von der evang. Kirchengemeinde und der katholischen Pfarrgemeinde gemeinsam genützt. Sie war, wie das Fachwort heißt, eine Simultankirche. Weil aber das Adelgeschlecht der Familie „Von Seckendorff“, das hier im Schloss lebte, evangelisch war, stifteten sie dieses Gotteshaus. Auf dem großen Fenster hinter dem Altar unten die Wappen der Familie „Von Seckendorff“ sieht man die die Stiftungsinschrift. Die Fürstenloge der Familie befindet sich rechts oberhalb des Altars. Hier verfolgte die Familie den Gottesdienst. Hinter der Kirche war früher die Evang. Schule. Der Taufstein ist mit dieser Schule verbunden, er hat auf dem Rand die Inschrift: „Gestiftet von den Kindern der Ev. Schule in Unterdeufstetten“. Die Torbögen um die Fürstenloge und über der Kanzel zeigen die weltliche und geistliche Macht an, die sich in dieser Kirche vereinen. Auch die Bibelsprüche weisen darauf hin, „Herzlich lieb habe ich die Stätte deines Hauses...“ und „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes....“. Schräg rechts hinter dem Altar sehen Sie das Vortragekreuz, das in den Ev. Fichtenauer Gemeinden noch bei Beerdigungen vor dem Sarg getragen wird. Dabei schaut das Kreuz auf den Sarg, um dem/der Verstorbenen eine letzte Begleitung zu sein.

Im Jahre  1995/1996  erfolgte in der Kirche eine umfangreiche Innenrenovierung.  Viele verspielte Details wurden mit der Farbgebung wieder hervorgeholt. Der Sternenhimmel über dem Altar wurde bei der Renovierung wieder deutlich hervorgeholt. Die Kirchendecke besteht aus Kork. Der Altarseite gegenüber ist die Empore mit der Kirchenorgel. Sie wurde im Jahre 1980 vollständig erneuert. Von der ursprünglichen Orgel ist nur der Orgelprospekt stehen geblieben. Oberhalb der Orgel ist eine prächtige Rosette zu sehen. Sie zeigt zwei musizierende Engel. Bei einem Abendgottesdienst in der erleuchteten  Kirche, kann das Bild mit den Engeln und das Altarbild von außen genauso gesehen werden wie von innen.

Pfarrhaus

Das Pfarrhaus wurde 1911 erbaut und feierte 2011 sein 100 jähriges Bestehen. Heute steht das Pfarhaus unter Denkmalschutz.

Im Jahre 2006 wurde es komplett renoviert,seit 2005 sind die Fenster im 1.Stock und seit 2010 die Fenster im EG neu.

Das voll unterkellerte Pfarrhaus besteht aus UG, EG,1. und 2.Stock, sowie einem ausbaufähigen Dachstock. In den beiden oberen Etagen erstrecken sich auf ca. 168 qm² verschiedene Wohnräume. Im 1.Stock befindet sich eine Einbauküche, ein Bad, seperates WC und mehrere sehr helle und freundliche Zimmer  mit renoviertem Parkettboden. Im 2. Stock sind weitere Wohn- bzw.Schlafräume, sowie ebenfalls ein Bad mit WC und viel Stauräume. Im Erdgeschoss befinden sich der Gemeinderaum, die Gemeindeküche, WC, das Amtszimmer und das Sekretariat, sowie einer Terrasse mit großem Garten und unverbautem Blick. Die 100 jährige Holzwendeltreppe verbindet die Stockwerke. Die privaten Wohnräume sind von den öffentlichen Räumen getrennt. Im Kellergeschoss befindet sich die Ölzentralheizung, 2 weitere Kellerräume, sowie ein Gewölbekeller.

2012 fanden einige Schönheits- und Erhaltungsmaßnahmen im und um das Pfarrhaus statt. Im gesamten Pfarrhaus sind Internetanschlüsse vorhanden.

 

 

 

Fiedhof

Eine Besonderheit der Kirchengemeinde Unterdeufstetten ist der Besitz eines eigenen Friedhofes. Eine Friedhofsordnung, die im Laufe der Jahre immer den rechtlichen Vorgaben der Landesverwaltungen angepasst werden musste, regelt die Abläufe auf dem Friedhof. Das Leichenhaus wurde 1949 nach langjährigen Planungen gebaut und 2012 renoviert.

Die Grabstätte der Adelsfamilie von Seckendorfs wurde 2010/2011 neu gerichtet.