Kirchen und Kapellen

Laurentiuskirche in Gründelhardt

Das Laurentiusfenster auf der Südseite des Gotteshauses erzählt die Legende des Märtyrers

Das Laurentiusfenster auf der Südseite des Gotteshauses erzählt die Legende des Märtyrers

Unsere nach dem Märtyrer „Laurentius“ benannte Kirche gehört zu den schönsten Dorfkirchen im Hohenlohischen. Der hohe Turm überragt das Dorf uns stammt ebenso wie der gotische Chor aus dem Mittelalter. Einst war die Kirche von einer mit starken Schießscharten versehenen Mauer mit einem festen Tor umgeben. Das jetzige Schiff wurde nach einem Brand im Jahre 1723 im Ansbacher Barockstil erbaut. Der dortige Hofbaumeister Karl Friedrich von Zocha orientierte sich stark an französisch- und italienischen Einflüssen, was sich besonders an der Gestaltung der Westfassade nachvollziehen lässt. Das nach Süden ausgerichtete Laurentiusfenster erzählt die Geschichte dieses  Heiligen.

Die Herren von Vellberg ernannten im Zuge der Reformation den Niederländer Adrian Nerlin zum ersten evangelischen Pfarrer in Gründelhardt. Das Dorf war in der Folgezeit regelrecht zweigeteilt. Es gab einen Hällischen und einen ansbachischen Teil, mit je eigenem Wirtshaus. Nur der Pfarrer und die Kirche, wie es in alten Urkunden heißt waren „gemein“.  Pfarrer und Kirchengemeinde ließen sich nicht vereinnahmen und verstanden sich schon damals so, wie sich die  heutige Gemeinde als Teil eines lebendigen Gemeinwesens, volkskirchlich orientiert, dem Evangelium verpflichtet weiß.

 

 

St. Dionysius- Kapelle in Spaichbühl

Kapelle Spaichbühl

Kapelle Spaichbühl

Die zweitkleinste Gemeinde der Landeskirche ist eigenständige Filialgemeinde von Gründelhardt. Die evangelische Kapelle mitten im Ort wurde vor einigen Jahren Opfer eines Blitzschlages und danach liebevoll renoviert und wieder hergerichtet. Sehenswert ist die nach Westen hin ausgerichtete Sonnenuhr. Die Kapelle St. Dionysius/ St. Peter und Paul ist von einem kleinen Friedhof umgeben. Sie soll von zwei Edelfräulein aus Stimpfach gestiftet worden sein, für welche Seelenmessen gelesen wurde. In der Kapelle stand ein Flügelaltar mit schön geschnitztem Bild der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm und auf einer Mondsichel stehend. Ärgerlich aus heutiger Sicht, dass die Spaichbühler dieses Kleinod in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg an einen Schwäbisch Haller Kunsthändler billig verkauft haben.

 

St. Lukas- Kapelle in Hellmannshofen

St. Lukas- Kapelle in Hellmannshofen

St. Lukas- Kapelle in Hellmannshofen

Ein Kleinod der besonderen Art ist die Kapelle im Frankenhardter Ortsteil Hellmannshofen am Rand der Ellwanger Berge. Im Besitz der bürgerlichen Gemeinde wurde dieses Gebäude liebevoll restauriert und steht für mancherlei Anlässe zur Verfügung. Ausstellungen und kleine Konzerte, Tauf- und Traugottesdienste. Besonders interessant ist die alte Pesttruhe aus dem 30 jährigen Krieg, die noch erhalten und auf dem Dachboden der Kapelle zu bestaunen ist. In unregelmäßigen Abständen feiern wir in Hellmannshofen Kapellengottesdienste.