Das Kircheninnere

 

Das Innere bietet sich den Kirchenbesucher relativ schmucklos dar. Ein Kruzifix ausdem 15. Jahrhundert, zwei Tafelgemälde aus dem 16. Jahrhundert, die Christus undPetrus darstellen, sowie ein Opferstock sind bislang die einzige künstlerische Ausstattung gewesen. Dazu kommt die unter Denkmalschutz stehende Orgel, die Anfang 1900 eingebaut wurde, sich aber vom Wetter und der Temperatur her als sehr störanfällig erwies. 2007 wurde die Orgel renoviert.

Auf dem Turm hängen drei Glocken: Die älteste - und jetzt kleinste - wurde 1516 gegossen und trägt die Inschrift: „hilf gotund maria, bernhart lachaman gos mich 1516“. Sie ist auf den Ton h gestimmt. Die große Glocke („Anna-Susanna„ oder St. Anna-Glocke) wurde ein Jahr später, also 1517, gegossen mit folgender Inschrift: „hilf got und heilge fraw sant anna,bernhart lachaman gos mich 1517“. Sie ist auf den Ton g gestimmt. (Über sie gibt es auch eine Sage, die man zum Beispiel in dem Buch „Wörnitz und Ries, Sagen und Legenden“ nachlesen kann.) Die dritte - und nun die mittlere -Glocke wurde 1982 von einem Mitglied der Gemeinde gestiftet und in der Glockengießerei Bachert in Heilbronn gegossen. Ihre Inschrift lautet: „Christus ist unser Friede“ und sie ist auf den Ton d gestimmt. Eine früher vorhandene kleine silberne Glocke („Silberglöckchen“) ohne Inschriftmusste abgeliefert werden und ist nicht mehr aufgetaucht.  

 

 

Die Fenster der St. Anna-Kirche

1995-2000 wurden neue Fenster in die St. Anna-Kirche eingebaut.
Für die Gestaltung konnte der Crailsheimer Künstler und Gymnasiallehrer Roland
May gewonnen werden. (Glasmalerei Werkstatt: Paul Sternbacher) Einzige Bedingung war: Die Gestaltung der Fenster sollte
unter dem Gesichtspunkt der ‚Gnade‘ erfolgen ( hebr. „channa“ / Anna = Gnade).
Roland May gelang dies.
Von den insgesamt sieben Fenstern hat jedes sein eigenes Thema, entnommen dem Alten oder dem Neuen Testament. Bei allen Fenstern fällt zudem auf, dass – im Gegensatz zu sonstigen Kirchenfenstern – keine Personen dargestellt sind. Der
Betrachter soll sich selbst als Teil des Dargestellten verstehen, sich selbst
einbeziehen.
Zu den Fenstern im Einzelnen, beginnend im Chorraum links:

Initiative Jugend- und Bürgerhaus Bernhardsweiler

Seit dem Verkauf des ehemaligen Schulhauses in Berhardsweiler durch die bürgerliche Gemeinde 1999 stehen auch der Kirchengemeinde neben dem Kirchengebäude keine Räume mehr zur Verfügung. Kirchliche Veranstaltungen wie Gemeindekaffee, Kinderkirche, Kirchengemeinderatssitzungen etc. fanden daher entweder im Gemeindehaus in Wildenstein, in einer Gaststätte oder in Privathäusern statt. Deshalb entwickelte sich die Idee, ein Gebäude zu errichten, das jedoch nicht nur für kirchliche Zwecke zu Verfügung stehen sollte, sondern allgemein durch die Dorfbewohner genutzt werden könnte und von einen eigenen Verein / Gremium verwaltet werden sollte. Der Kirchengemeinderat lud zu einer Versammlung ein und stellte diese Gedanken vor. Hieraus entwickelte sich die Gründung des „Förderverein Jugend- und Bürgerhaus Bernhardsweiler“, der sich nun zum einen den Bau und die Gestaltung eines Gebäudes und zum anderen die Förderung der Gemeinschaft im Dorf zum Ziel gesetzt hat. Im Juni 2005 wurde das Jugend- und Bürgerhaus eingeweiht. Seitdem gibt es einen sehr gut funktionierenden und sehr aktiven Förderverein, der die frühere Dorfgemeinschaft ersetzt. Mit dem Jugend- und Bürgerhaus wurde nun ein Ort der Begegnung geschaffen, der nicht nur die Menschen im Dorf zusammen kommen lässt, sondern der auch die Kinderkirche, den Kirchenchor sowie die Musikgruppe Ni Kantas beherbergt.